Gärtnern ohne Rückenschmerzen? Das geht!

Wer einen Garten liebe- und aufopferungsvoll pflegt, kann in der Regel von Rückenschmerzen ein Lied singen. Wie sich Hexenschuss und Co. vermeiden lassen.


Mit Einzug des Frühlings erwacht auch die Pflanzenwelt wieder zum Leben. Für Gartenfreunde – ob alt oder jung, ob im eigenen Garten oder in der Schrebergartenkolonie – beginnt damit eine neue Saison. Und das bedeutet zunächst einmal: Arbeit. Mag sie auch Freude machen, so merkt man doch auf kurz oder lang, dass Gartenarbeit zumeist in gebückter Haltung verrichtet wird. Schmerzen im „Kreuz“ sind die Folge.

Doch es gibt einige Tipps, mit denen sich die unangenehme Seite des Gärtnerhobbys zumindest stark abschwächen lässt. „Zugluft am Rücken beispielsweise sollte beim Gärtnern vermieden werden, denn bei schweißtreibenden Arbeiten kann sie schnell zu einem Hexenschuss führen“, empfiehlt Dr. Michael Jung. „Auch ruckartige Bewegungen oder eine unterkühlte Muskulatur können dasselbe schmerzhafte Ergebnis haben.“

Ein Klassiker unter den Alltagsempfehlungen gilt ganz besonders für die Gartenarbeit: Will man eine schwere Last hochheben, sollte man sich keinesfalls bücken, sondern stattdessen in die Knie gehen und dann mit durchgedrücktem Rücken, die Last nah am Körper, wieder aufrichten. Außerdem sollte der Grundsatz „Besser oft mit wenig Last laufen als wenig mit großer Last“ beachtet werden, und wer viel zu tragen hat, sollte gegebenenfalls die Anschaffung einer Schubkarre in Erwägung ziehen.

Auch wiederholte Pausen sind wichtig, um die Muskulatur zu dehnen und zu entspannen. Treten Rückenschmerzen ein, sollte man sich nicht schonen und still sitzen, sondern weiterhin moderat bewegen. Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke können erste Abhilfe schaffen, auch Wärme tut gut, etwa durch ein heißes Bad.

„Länger als drei Tage sollte man allerdings nicht mit Beschwerden herumlaufen oder diese medikamentös unterdrücken, denn dann ist eine ärztliche Untersuchung angezeigt“, betont Dr. Jung. Insbesondere wenn ein Kribbeln oder gar Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten, sollten Betroffene unverzüglich eine Arztpraxis aufsuchen. Denn sonst kann aus einem lästigen Schmerz am Ende noch eine dauerhafte Schädigung werden.